Bild Hundeallergien
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Wenn Haustiere unter Allergien leiden


Das Wetter wird wärmer, wir genießen die ersten Sonnenstrahlen und schon sind sie wieder da: Die juckenden Augen, die laufende Nase und auch Fido benimmt sich anders als sonst.

Nicht nur wir Menschen kennen die Plage, welche jährlich von Bäumen, Gräsern und Kräutern von Februar bis September verursacht wird. Die Rede ist von Allergien unter denen auch zunehmend unsere Haustiere leiden. Es wird geschätzt, dass jeder siebte Hund mittlerweile unter Allergien leidet.
Die Schuld dafür ist aber nicht nur bei Pollen zu suchen, auch das Hundefutter oder das Waschmittel mit dem Bellos Schmusedecke gewaschen wurde kann Allergien auslösen und die Haut irritieren.

Aber woran erkenne ich eine Allergie?
Das häufigste Symptom ist Juckreiz der sich oft dadurch äußert, dass der Hund versucht sich mit der Pfote an Augen und Nase zu kratzen oder den Kopf an Teppichen reibt. Aber auch eine Bindehautentzündung der Augen, eine Rötung der Schleimhäute und Schnupfen mit Niesreiz zeigen eine mögliche Allergie an. Im Gegensatz zu einer Erkältung – bei der sich Ihr Hund matt fühlt und mehr trinkt – sind Hunde die an einer Allergie leiden meist unruhig und nehmen weniger Wasser auf.

Sollten Sie derartige Symptome bei Ihrem Hund bemerken, ist es wichtig ihn einem Tierarzt vorzustellen um die Ursachen abzuklären. Eine Futtermittelallergie wird beispielsweise durch eine vorübergehende Spezialdiät diagnostiziert, um festzustellen ob die Allergie von bestimmten Gräsern stammt wird ein Hauttest gemacht.

Wie Pflege ich meinen Hund falls er an einer Allergie leidet?
Bei Futtermittelallergien reicht es schon die Ernährung umzustellen. Bei Pollen, Hausstaub oder Milbenallergien müssen Sie sich der Fellpflege Ihres Hundes intensiv widmen. Es geht dabei darum Allergene aus dem Fell zu entfernen, die Barrierefunktion der Haut zu stärken und mögliche Hautinfektionen zu bekämpfen.

Die einfachste Methode Allergene aus dem Fell zu entfernen, besteht darin Ihren Hund nach einem Spaziergang mit einem feuchten Tuch abzuwischen und die Pfoten mit kühlem Wasser abzuwaschen. Sollte Ihr Hund bereits unter entzündeten oder verletzten Pfoten leiden, können Sie mit speziellen Pfotenschuhen eine weitere Reizung während des Spaziergangs vermeiden. Allerdings müssen Sie darauf achten den Pfotenschuh regelmäßig zu waschen, da sich sonst Hefen und Bakterien im Schuh vermehren.

Am gründlichsten entfernen Sie Allergene aus dem Fell indem Sie Ihren Hund mit speziellen Pflegemitteln duschen oder baden. Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Hund eine rutschfeste Standfläche hat, mit lauwarmem Wasser gewaschen wird und sanft und ruhig gearbeitet wird. Ihr Hund sollte sich an die Prozedur gewöhnen und keine Ängste vor der Wanne entwickeln.

Bei der Wäsche ist es wichtig darauf zu achten ein mildes, hypoallergenes Shampoo mit Feuchtigkeitsspendern zu verwenden. Beachten Sie auch, dass medizinische Shampoos eine Einwirkzeit von drei bis zehn Minuten benötigen.

Baden Sie Ihren Hund nur mit speziellen Hundeshampoos welche auf den PH-Wert von Hunden abgestimmt sind. Die wöchentliche Hundewäsche mit speziellem Hundeshampoo wird in der Regel von allen Hunderassen sehr gut vertragen.

Mit Hilfe von Sprays, Lotionen und Spot-Ons können Sie Reizungen lindern, Feuchtigkeit spenden und der Haut bei der Regeneration helfen. Feuchtigkeitssprays können großzügig auf dem gesamten Körper verteilt werden, Lotionen eignen sich für die Behandlung von kleineren oder besonders beschädigten Stellen und Spot-Ons werden im Nacken oder entlang des Rückens aufgetragen.

Im besonders starken Fällen oder bei chronischen Allergikern kann es sein, dass in Absprache mit Ihrem Tierarzt ein Nahrungsergänzungsmittel oder spezielles Allergikerfutter für Ihren Hund sinnvoll ist.

Quellen:
http://www.drhoelter.de/tierarzt/tierpflege/hautpflege-fuer-katzen-und-hunde-mit-allergien.html
http://www.petpharm.de/hunde-allergien.php
http://www.veritas-tiernahrung.de/tiergesundheit/wissenswertes/gefahren-fuer-hunde-pollenallergien-und-pestizide-in-der-natur-ds834.html
http://www.medpets.de/haut+juckreiz+fell+hund/


Februar 2014
verfasst von: Julia Moor

DARADO