Bild Der Welsh Pembroke Corgi
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Der Welsh Pembroke Corgi


Viele Menschen lieben sie, Queen Elizabeth II. züchtet sie, im Film Robinson Crusoe trat einer von ihnen 1997 als "Skipper" auf: Die Rede ist von den Welsh Pembroke Corgis.
Aber was genau zeichnet diese kleine, beliebte Hunderasse eigentlich aus?


Im Internet genießt der Welsh Pembroke Corgi aufgrund seiner kleinen Statur, den aufgeweckten braunen Kulleraugen und den aufmerksamen spitzen Ohren mittlerweile Kultstatus. Es ist allerdings unklar wie diese Hunderasse überhaupt entstanden ist.

Geschichte
Es ist generell schwierig zu sagen woher der Welsh Pembroke Corgi selbst kommt. Es wird vermutet, dass die Vorfahren unserer heutigen Welsh Pembrokes ca. 1107 n.Chr. auf den Schiffen flämischer Weber nach Wales gekommen sind. In ihrer neuen Heimat wurden die Tiere dann als Hütehunde eingesetzt, wobei ihr niedriger Körperbau sich als besonders vorteilhaft erwies, da sie so nicht den Tritten von größeren Tieren, wie Kühen, ausgesetzt waren.

Der Name “Corgi” entstand vermutlich aus den walisischen Wörtern “cor” (dt. Zwerg) und “ci” (dt. Hund) , also “Zwergenhund”. Wenn der walisischen Folklore Glauben geschenkt werden darf benutzten Feen die treuen Corgis um auf ihnen zu reiten, was die Markierungen auf den Rücken mancher Corgis erklären würde.

Temperament
Welsh Pembroke Corgis sind sehr intelligente, loyale Hunde, denen sehr viel daran liegt ihrem Besitzer beim Training entgegenzukommen. So lange der Mensch darauf achtet den Welsh Pembroke gut zu erziehen und ihm eindeutig zu zeigen wer in der Rangordnung höher steht (Pro-Tip: Der Mensch.) eignet sich dieser kleine, aktive Hund sehr gut für Familien.
Allerdings können Corgis bei schlechtem Training dazu neigen vor allem kleinere Kinder “zu hüten”, was bedeutet, dass der Corgi sie mit Schafen verwechselt und so lange in die Waden zwickt, bis sie dort hinlaufen wo er sie haben möchte. Wie jeder Hund muss der Welsh Pembroke Corgi als Welpe gut sozialisiert werden um Schüchternheit oder Ängstlchkeit im erwachsenen Hund zu verhindern. Durch eine gute Erziehung verhindert man bei Corgis das “Small Dog Syndrome”. Dazu mehr in einem anderen Artikel.

Gesundheit
Durch ihre robuste Natur sind Corgis recht gesunde Hunde, wobei auch bei ihnen einige wenige Erbkrankheiten auftreten können. Ein guter Züchter achtet darauf, dass seine Elterntiere nicht unter progressiver Retinaatrophie, grauem Star und Rückenproblemen leiden. Aufgrund seiner Länge kann der Rücken bei Corgis mit dem Alter durchaus zu Beschwerden führen. Da Corgis gerne fressen sollte man auch darauf achten sie nicht zu überfüttern, da Übergewicht dem empfindlichen Rücken zusätzlichen Schaden bereitet. Bei guter Pflege und viel Auslauf kann ein Corgi um die 12 bis 15 Jahre alt werden.

Zusammengefasst kann man also folgendes sagen: Bei gutem Training entwickelt sich der Welsh Pembroke Corgi zu einem aktiven, intelligenten Zeitgenossen der auch gut für Familien geeignet ist. Bei genügend Auslauf kann man ihn auch gut in einer Wohnung halten, allerdings sollte man darauf achten, dass man den Welsh Pembroke Corgi oft bürstet um lose Haare in der Wohnung zu vermeiden. Es handelt sich hierbei um einen recht guten Anfängerhund der aufgrund seiner Größe aber nicht zu unterschätzen sein sollte.

Januar 2014
verfasst von: Julia Moor

DARADO